Foto by Gabriela

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Ein Spaziergang durch Monda

An der Küste Andalusiens gehen die Uhren ganz anders als in Wien, München oder Hamburg. Wenn man ein wenig vom Meer ins Hinterland fährt, nicht weit, nur eine halbe Stunde, dann überlegt man aber ob die Zeit dort wirklich komplett vor 40 Jahren stehen geblieben ist.

Ich bin durch Monda spaziert. Die paar "Alten" des Ortes schlendern umher und halten zum morgendlichen Tratsch an den Plätzen an. Ich bin an die 50 Mal sehr freundlich grüßt worden, lachende Augen und oftmals zahnllose Münder, mit dem typischen Andalusischen : "Bondia". Was so viel wie Buenos Dias heissen soll, aber Andalusischer verschlucken immer die letzten Buchstaben und sprechen sehr schnell.

Die Tauben gurrten und die Sonne lacht. Schnell bewegt sich sowieso keiner. Eine Malerin streichelt eine Wand mit einem Besen. Als ich 30 Minuten später zurück gehe, macht sie die selbe Handbewegung an der selben Stelle immer noch. Der Postbote grinst mich breit an und man merkt, er hat wohl schon den ersten Umtrunk hinter sich. Von einem Fenster singt ein Kanarienvogel und würde so gerne aus dem winzigen Käfig in die Freiheit entfliehen. 

Jüngere Menschen sieht man kaum und wenn, dann schauen sie etwas verträumt. Komischer Weise begegnet man ihnen mehrfach im Ort, irgendwie gehen alle im Kreis. Ich ja auch ...

Als ich eine enge Gasse nach unten schlendere, denke ich eine Großversammlung von 50 Menschen würde sich gleich darbieten, da so laute Stimmen zu hören sind, die weit bis zu mir schallen. Schlussendlich erblickte ich 3 Frauen und 1 Kind :-).  Das Kind schreit und 2 Frauen die sich scheinbar "normal" Unterhalten, bloß die Lautstärke ist eben spanisch.

Andalusisches Landleben !




































































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