Foto by Gabriela

Foto by Gabriela

Merhaba in Marrakesch

Merhaba ist die Begrüßung in Marokko, einem Land, dass ebenso weit vom Nahen Osten wie von Deutschland entfernt liegt und dennoch in uns Bilder aus dem Orient weckt, Geschichten aus Tausendundeiner Nacht, ein Land das wir mit fremdartigen Sitten und fremder Religion verbinden. Ein anderes Jahrhundert, vielleicht sogar ein anderes Jahrtausend. Und gerade Marokko ist eines der am meisten europäisch geprägten Länder der arabischen Welt. 

So lese ich die Beschreibung zu Peter Bergmanns Buch. Dieser Mann, ein Kosmopolit und Herr der alten Schule, ist ein Geschenk für uns alleine reisende Frauen, da er oder seine Angestellten mit einer Fürsorge umgehen und auf Ihre Gäste schauen. Er fand seinen Ruhepool in Marrakesch, in der Stadt in dem er sein Haus, nein - sein Riad Ifoulki hat. In seiner ganz eigenen Welt, die ihm innere Ruhe verschafft, an deren Ende immer jene Ewigkeit zu herrschen scheint die er mit uns Reisenden teilt. 

Wir sind am ersten Tag 3 Gäste, am zweiten Tag 2 Gäste und am 3. Tag gehört das Riad Ifoulki einige Stunden mir ganz alleine, bevor wieder ein neuer Gast anreist. Ich glaube dort finden sich ganz besondere Menschen ein. Ich gebe zu, mir kommt es gelegen, dass die Hitze des Augustes die Mengen abhält und nur einige wenige anreisen. Ein wundervolles Geschenk, das Riad, Peter und seine Helfer für mich alleine zu haben.

Peter kann man nicht beschreiben, man muss ihn erleben. Der sehr elegante, hochgewachsene, schlanke Mann mit seiner so leisen, vornehmen und sanften Art. Man muss ihm zuhören, wenn er von seiner Jugend und früheren Zeiten bis in die kürzliche Vergangenheit berichtet. Vom europäischen Hochadel, der Filmwelt und den bunten Menschen die Marrakesch bewohnen und besuchen.

Seine Gäste sind irgendwie keine normalen Urlauber, sondern Menschen die hier im Riad für einige Zeit die Uhren vergessen und die Zeit stehen lassen. Erik aus Frankreich kommt Jahr für Jahr viele Wochen wegen seiner Gesundheit. Die trockene Luft bewirkt bei mir auch schon ab dem zweiten Tag Wunder. Rolf aus Deutschland kehrt seit 15 Jahren mit und ohne seine Familie immer wieder. Ich denke, wer einmal hier war und es liebt, der kann nicht mehr davon lassen.

Erik nimmt mich am ersten Vormittag sozusagen an der Hand und führt mich hinaus - vor die Türe des Riad Ifoulki. Kaum schloss sich diese, öffnete sich der Orient !

Kommt mit, Fotos sagen mehr als ich nun beschreiben könnte, von der Medina und den Souks von Marrakesch. 










































Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen